Episode 13 – Die 12 Lebensregeln von Jordan Peterson

  1. Geh aufrecht durchs Leben. Stell dich gerade hin. Richte dich auf, mach dich groß!
    • Unsere Körperhaltung hängt engt mit unserer Physiologie, unseren Hormone, unserem Selbstbewusstsein und der Ausstrahlung zusammen. Geh aufrecht durch das Leben, um all diese Punkte zu verbessern.
      • Beispiel: Richte dich auf wenn du durch eine Tür gehst. Stell dich gerade hin, wenn du vor einer Gruppe redest, gucke die Menschen an.
  2. Behandele dich selbst wie eine Person die du liebst.
    • Viele Menschen haben zu wenig Selbstachtung. Es wird kontinuierlich negativ mit sich selber geredet. So würdest du mit niemandem anderen reden! Achte darauf positiv über dich zu denken und mit dir umzugehen.
      • Beispiel: Wenn du jemanden liebst, würdest dafür sorgen, dass diese Person GLÜCKLICH ist, das BESTE aus sich macht, sich nicht hängen lässt, LERNT, ARBEITET, sich pflegt, Sport macht etc.
  3. Suche Freunde die dein Bestes wollen.
    • Sei achtsam mit wem du dich umgibst, lass dich nicht runter ziehen.
      • Beispiel: Meide Menschen die nur motzen. Umgib dich möglichst viel mit positiven Menschen die dich nach oben ziehen, die dich inspirieren. Versuche aber auch deine Freunde nicht im stich zu lassen, sondern zu versuchen, Gespräche und Gedanken auf positive Aspekte zu lenken.
  4. Vergleiche dich damit WIE DU GESTERN WARST – nicht mit Anderen.
    • Es gibt immer Menschen die besser sind, viel besser vielleicht – lass das Inspiration sein, aber nicht Grund aufzuhören an dir zu arbeiten, weil du denkst du wirst niemals so gut Fußball spielen wie C.Ronaldo, schreiben wie J.K. Rowling, reden wie Obama…
      • Beispiel: Achte darauf das DU jeden Tag in möglichst vielen Bereichen ein Stück besser wirst & besser handelst als du es gestern getan hast. = Fortschritt.
      • Lernen aus Fehlern (Growth Mindset). Kontinuität (Grit). Zielgerichtetes Üben um besser zu werden und deine Fähigkeiten zu verbessern (Deliberate Practice).
      • Umgang mit Menschen, Kariere, stärker, schlauer, liebevoller, gebildeter, besser artikulieren etc.
  5. Lass deine Kinder nichts tun, was dich ärgert.
    • Kinder Grenzen setzen und verstehen lassen warum, sonst bist du unterdrückt sauer auf das Kind und explodierst irgendwann später unangemessen.
      • Beispiel: Du gibst immer nach beim Quengeln, Motzen, jeglicher Form des kleinsten Aufstand des Kindes. Dadurch verliest du die Kontrolle und die Kinder sind in Kontrolle ÜBER DICH. Irgendwann staut sich alle auf und du lässt es in einer unangemessenen Situation an deinem Kind aus. Dadurch verlieren beide. Also handele sofort wenn dein Kind/Schüler etwas machst, was du nicht für richtig hälst.
  6. Bringe deine eigene Welt in Ordnung, bevor du irgendjemanden kritisierst.
    • Es gibt so viele Keyboard-Warrior, Menschen die Lästern hinter dem Rücken Anderer – konzentriere dich lieber darauf die beste Version von dir zu werden.
      • Beispiel: Mach dein Bett. Räume deinen Raum auf (beginnt bei den kleinsten Sachen). Mach etwas Produktives, lern etwas Neues in einem Gebiet was dir hilft, beweg dich, entschuldige dich etc. Niemand von uns ist perfekt. Wir können alle etwas an UNS verbessern bevor wir andere kritisieren müssen.
  7. Verfolge etwas was BEDEUTUNG hat, nicht was Zweckmäßig ist
    • Mach das was dir wichtig ist, nicht was andere als wichtig erachten. Verfolge DEINE Ziele, deine Träume – nicht die deiner Eltern oder die dein soziales Umfeld dir auferlegen will, oder was als sicher und richtig gilt. Hör auf etwas zu machen nur weil es der bequemere Weg ist und dir zweckmäßig erscheint. Nimm lieber den harten Weg, der FÜR DICH BEDEUTUNG hat.
      • Beispiele: Hör auf das zu tun, was falsch ist.
        • Zu viel Zeit in sozialen Medien verschwenden, zu viel Zeit bei Netflix, Playstation etc., zu viel trinken, ungesund Essen, lügen, Aufschieben, Ablenken…
      • Überleg was Bedeutung für dich hat. Was sind deine Ziele? Wie sieht ein gutes Leben für dich aus, wofür es sich lohnt aufzustehen. Ja für welches du GERNE aufstehst!
        • Bereiche: Soziales Umfeld (Familie, Partner, Freunde), Kariere, Körper (Sport, Gesundheit, Ernährung..), Kopf (Was willst du lernen? Fähigkeiten?), Wie kannst du die Welt besser machen?
          • An diesen Sachen zu „arbeiten“, fühlt sich weniger wie Arbeit an, weil es dich anzieht und attraktiv ist. Deine Vision sollte ANZIEHEND sein = BEDEUTUNG für dich haben.
        • Übung: Schreib dein ideales Leben auf in einem Jahr, 5, 10 Jahren in den wichtigsten Lebensbereichen. Markiere dir hier einige Ziele als Meilensteine die du erreichen willst. Wenn du das nicht machst, bis du 15 Jahre im Bildungssystem und hast niemals über deine Vision und Ziele nachgedacht bzw. WARUM diese Ziele gut sind für dich, deine Familie, deine Mitmenschen und die Welt. (Tipp: Ein erster Entwurf muss nicht perfekt sein!)
        • Übung 2: Schreibe dein schlimmstes Leben auf. Was passiert wenn du deine Ziele und Träume nicht verfolgst. Wenn du nicht das tust was Bedeutung hat. Wie sieht die „Hölle auf Erden“ für dich aus? Was wenn du deine dunklen Seiten und deine Schwächen jeden Tag auslebst!
        • Übung 3: Warum ist die erste Vision besser? Was heißt das jetzt? Was musst du JETZT anfangen zu machen.
  8. Sag die Wahrheit
    • Sag die Wahrheit oder versuche wenigstens nicht zu lügen. Lügen machen dich schwach.
      • Beispiel: Wenn du lügst, betrügst du nicht nur deine Mitmenschen sondern auch dich selber. Steht zu dem was du seien willst, wer du bist. Entschuldige dich wenn du etwas falsch gemacht hast! Das zeigt wahre Größe!
  9. Nehme an, dass deine Mitmenschen etwas Wissen was du nicht weißt
    • Viel zu oft wollen wir unseren Kopf und unsere Meinung durchsetzen. Damit sind wir auch erfolgreich wenn wir besser argumentieren und uns besser artikulieren können. Aber haben wir damit gewonnen? Haben wir etwas gelernt? Sei doch offen dir die Meinung anderen anzuhören. Du musst ja nicht zustimmen. Stell einfach Fragen um deinen Gegenüber zu VERSTEHEN! So ziehst du EMPATHIE. So gewinnst du FREUNDE. So mögen Menschen dich mehr.
      • Beispiel: Stell dein Ego aus. Frage nach. Interessiere dich. Lerne andere Meinungen und Standpunkte kenne. Respektiere diese. So kannst du eine echte Diskussion haben, in welcher du etwas lernen kannst. So zerstörst du niemanden.
  10. Sei präzise in deinen Worten.
    • Es kann du etwas geschehen, wenn du es präzise ausdrücken, dir vorstellen und ansprechen kannst. Das gilt auch für deine Wünsche und Ziele.
      • Beispiel: Sprich das aus was du gerne haben möchtest, was dir wichtig ist. Frag nicht nur nach, sondern du musst auch das präzise ausdrücken was du willst. Auf diese Weise kannst du auch deine Ziele Realität werden lassen. Sei präzise, nicht nur mit deinem Wort, sondern auch mit dem was du willst.
  11. Stör Kinder nicht beim Skateboarden (Verlasse deine Komfortzone)
  • In der heutigen Zeit werden Kinder häufig viel zu sehr vor allem beschützt. Das ist aber fern der Realität. Das Leben ist nicht nur schön und wir können Kinder nicht für immer beschützen. Auch wir selber wachsen nicht, wenn wir uns die ganze Zeit in unserer Komfortzone aufhalten. Wir wachsen in dem wir auch mal aus unserer Komfortzone herausgehen. Das heißt wir müssen uns unseren Problemen stellen. Wir müssen auch mal etwas gefährliches machen und unsere Kindern etwas gefährliches machen lassen.
    • Beispiel: Gerade Jungen brauchen auch mal Gefahren um Aufgaben zu meistern – wie es beispielsweise beim Skateboarden oder Kampfsport der Fall ist.
    • Wenn wir unsere Kinder zu sehr beschützen und sie deshalb nichts mit Freunden machen können, leiden sie mehr als unter einer Verletzung die eventuell entstehen könnte.
    • Auch wir wachsen AUßERHALB UNSERER KOMFORTZONE!!!
  1. Streichele eine Katze wenn du sie siehst (Sei dankbar und achtsam)
  • Für ein erfülltes Leben müssen wir bewusst die kleinen Dinge wertschätzen. Wenn dir etwas schönes passiert – sein dankbar dafür – sei es noch so klein. Im Leben passieren häufig Rückschläge. Es gibt viele schwere Zeiten. In diesen Zeiten musst du besonders achtsam Leben und möglichst in kleinen Zeitabschnitten dich bewegen. Versuche das beste aus jeder Minute und Stunde zu machen. Denk nicht weiter.
    • Nimm dir Zeit die kleinen Dinge am Leben wertzuschätzen. Nimm nichts als gegeben. Bedanke dich. Empfinde Dankbarkeit für alles was du hast. In Leidenszeiten konzentriere dich im Moment zu leben und in kleinen Zeitabschnitten das Beste zu erreichen.

Deutsche Ausgabe:

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